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Arbeitshilfen zum Vorgehen bei Schulvermeidungsverhalten

I. Allgemeines

Schulvermeidungsverhalten ist regelmäßig Symptom komplexer Probleme. Werden sie nicht gelöst oder wenigstens gemildert, ist dies nicht selten der Beginn des Abgleitens an den Rand der Gesellschaft bis hin zur Kriminalität. Die Schule hat nicht nur formal für die Erfüllung der Schulpflicht zu sorgen, sie ist hier insbesondere als soziale Institution gefordert. In ihrer Aufgabe, den einzelnen Schüler und die einzelne Schülerin zu überlegtem persönlichen, beruflichen und gesellschaftlichen Handeln zu befähigen (§ 4 Abs. 4 Schulgesetz), hat sie auch die in der Verfassung begründete Pflicht, lebenswichtige soziale Fähigkeiten und Fertigkeiten zu vermitteln, insbesondere, wenn die Familie dies nicht (mehr) leisten kann. Auch in der Gymnasialen Oberstufe ist Schulverweigerung vielfach Folge gravierender persönlicher Probleme. Nicht jedes Fernbleiben vom Unterricht in dieser Schulstufe ist nüchternes Kalkül.

Struktur- oder persönlichkeitsbedingt kann die Schule selbst auch Ursache für Schulvermeidungsverhalten sein.

Selbstverständlich gibt es Überschneidungen. In jedem Fall obliegt der Schule die Pflicht, sehr individuell und möglichst schnell auf erkennbare Probleme dieser Art zu reagieren. Diese Arbeitshilfen sollen dazu beitragen, daß beginnendes Schulvermeidungsverhalten und dessen Ursachen, gegebenenfalls mit Unterstützung außerschulischer Fachkompetenz, erkannt und Möglichkeiten des flexiblem Reagierens eröffnet werden. Sie nehmen aber auch insoweit Lehrerinnen und Lehrer, Konferenzen und Schulleitung in die Pflicht, wie dies der jeweiligen Verantwortung entsprechend unerläßlich ist.

II. Formen des Schulvermeidungsverhaltens

Schulverweigerung bewegt sich im Spannungsverhältnis zwischen Lust und Angst. Das landläufig sogenannte Schuleschwänzen findet im wesentlichen seine Ursache in der Unlust an der Schule, kompensiert durch die Suche nach Lust in außerschulischen Aktivitäten. Auch die Inanspruchnahme durch die Familie, z. B. Betreuung jüngerer Geschwister, kann zum Schuleschwänzen führen.

In der angstbesetzten Schulverweigerung wird eher pragmatisch unterschieden zwischen der Schulangst und der Schulphobie.

Bei der Schulangst handelt es sich danach um eine Angst, deren Ursachen im Wechselspiel zwischen Kind und Schule (verstärkende Mechanismen sind dabei oft die Eltern) zu sehen sind. Abgesehen von angstauslösenden Konfliktsituationen (körperliche Auseinandersetzungen auf dem Schulhof/Schulweg; schimpfende, drohende Lehrer oder Lehrerinnen) spielt dabei in der Regel Angst vor Leistungsversagen eine entscheidende Rolle. Bei bestehendem Leistungswillen gelingt es den Kindern aus unterschiedlichen Gründen nicht, den Anforderungen schulischen Lernens gerecht zu werden. Teilleistungsschwächen oder -störungen, deren Ursachen unterschiedlicher Natur sein können (Umfeld-, psychisch-, körperlichbedingt), sind dabei nicht selten entscheidende Faktoren.

Unter Schulphobie wird vermehrt der Ausdruck einer eher existentiellen Angst verstanden, wobei die Weigerung, sich dem „Terrain“ Schule auszuliefern, einem umfassenden Bedürfnis nach Sicherheit und Geborgenheit in der vertrauten häuslichen Umgebung entsprechen kann.

III. Orientierungshilfen

1. Präventation

a)   Indiz beginnenden Schulvermeidungsverhaltens können bereits folgende Auffälligkeiten sein:

-   innerer Rückzug

-   Träumereien

-   Kontaktarmut

-   Unzufriedenheit mit der Schule wird häufig geäußert.

     Eine Häufung dieser Auffälligkeiten sollte schon Anlaß sein, mit dem Schüler oder der Schülerin hierüber zu sprechen, dies in der Klassenkonferenz zu erörtern und Kontakt mit den Eltern aufzunehmen. Dies ist auf jeden Fall geboten, wenn der Schüler oder die Schülerin beginnt, häufiger zu fehlen. Dies gilt auch für nur stundenweises Fehlen oder für häufiges Fehlen mit sogenannter Entschuldigung, auch mit privat-ärztlichem Attest. Angst als eine Ursache für Schulvermeidungsverhalten äußert sich sehr oft in körperlichen Beschwerden.

b)   Die Schulen müssen feste Handlungsformen und -schritte finden, um für jeden Lehrer und für jede Lehrerin Sicherheit im Umgang mit Schulvermeidungsverhalten zu gewinnen. Es ist daher unverzichtbar, interne verbindliche Absprachen zu treffen. Hierbei kann Nachstehendes als Orientierung dienen:

aa)   der Klassenlehrer oder die Klassenlehrerin (Tutor oder Tutorin) nimmt spätestens Kontakt mit den Erziehungsberechtigten auf

-   bei mehrmaligem stundenweisen Fehlen in der Woche, wenn es sich über einen Zeitraum von länger als einem Monat hinzieht,

-   bei tageweisem unentschuldigten Fehlen, wenn es innerhalb eines Monats häufiger als zweimal geschieht.

-   bei wiederholtem tageweisen oder längerem entschuldigten Fehlen, d. h. eigentlich begründeten Versäumnissen im Sinne der Verordnung über das Verfahren bei der Befreiung vom Unterricht und bei Schulversäumnissen, insbesondere wenn als Gründe Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Kreislaufbeschwerden, Erkältungen u. ä. angegeben oder ärztliche Atteste allgemeiner Art vorgelegt werden.

      Eine umgehende Information über Fehlzeiten durch die Fachlehrer/innen ist selbstverständlich hierfür unerläßliche Vorausetzung.

      In der Berufsschule gilt Vergleichbares mit Blick auf den jeweiligen Ausbildungsbetrieb. Eine frühe Kontaktaufnahme kann einen Ausbildungsabbruch verhindern helfen oder aber rechtzeitig auf einen sinnvollen Ausbildungswechsel hinwirken.

bb)   Die Klassenkonferenz (bzw. der Jahrgangsausschuß nach § 44 Abs. 3 und 4 des Schulverwaltungsgesetzes) ist spätestens einzuberufen, wenn die Auffälligkeiten des Schülers oder der Schülerin sich nicht vermindern. Regelmäßig wird eine Klassenkonferenz schon unmittelbar nach der Kontaktaufnahme mit den Erziehungsberechtigten durch den Klassenlehrer bzw. die Klassenlehrerin sinnvoll sein. Auf § 42 Abs. 3 des Schulverwaltungsgesetzes wird verwiesen! Wenn auch grundsätzlich Einschätzungen und Anregungen aus Eltern- und Schülersicht hilfreich sind, muß die Klassenlehrerin bzw. der Klassenlehrer in jedem Einzelfall entscheiden, ob der Persönlichkeitsschutz ggfls. eine interne Beratung gebietet.

c)   Beratungs- und Entscheidungsumfang der Klassenkonferenz

      Die Klassenkonferenz berät ihrem gesetzlichen Auftrag entsprechend den Einzelfall (§ 43 Nr. 5 Schulverwaltungsgesetz) und beschließt über besondere Maßnahmen für den Schüler oder die Schülerin. Dies umfaßt

aa)   die Analyse der Ursachen durch die Klassenkonferenz

      Schulische Ursachen können zum Beispiel sein:

-   falsche Jahrgangszuordnung

-   häufige Mißerfolge/ständiger Leistungsdruck

-   häufiger Lehrerwechsel

-   keine Ansprache des persönlichen Lernverhaltens

-   wenig konkrete Anregungen zum sozialen Lernen

-   Über-/oder Unterforderung

-   Lehrkräfte als selbst wenig motiverte Vorbilder

-   als besonders beängstigend empfundenes Verhalten von Lehrkräften

-   Unterricht in nichtmotivierenden Fächern

-   hohe Fluktuation in der Klasse

-   Außenseiterrolle in der Gruppe

-   Bedrohung durch Mitschüler (auch auf dem Schulweg)

     in beruflichen Schulen zusätzlich

-   Nichtakzeptanz des Berufsfeldes und

-   zu weite Schulwege ohne Fahrgelderstattung

-   vermeintliche Vorbehalte des Auszubildenden gegen den Berufsschulunterricht

     Familiäre Ursachen können zum Beispiel sein:

-   Langzeitarbeitslosigkeit

-   schlechte materielle Lage

-   Konfliktsituationen in der Familie, wobei das Schulvermeidungsverhalten auch Mittel der Auseinandersetzung mit der Familie sein kann

-   zu hohe Leistungserwartungen der Eltern

-   ältere Geschwister als entsprechende Vorbilder

-   Belastungen durch Delinquenz

-   Belastungen durch Abhängigkeit (Alkohol, Medikamente)

-   Trennungsängste

-   kulturelle Zwangssituationen (bei Ausländern und ethnischen Minderheiten).

     Weitere Ursachen können zum Beispiel sein:

-   schulschwänzende Freunde und Freundinnen

-   kriminogenes Umfeld

-   Normenkonflikte (zwischen Lehrern, Eltern, Ausbildern oder Arbeitskollegen und dem jeweiligen Schüler oder der jeweiligen Schülerin)

-   Nichtakzeptanz der betrieblichen Ausbildung

bb)   die Erörterung schulischer Möglichkeiten und der Zweckmäßigkeit der Einbindung außerschulischer Institutionen durch die Klassenkonferenz

a   Als schulische Möglichkeiten kommen in allgemeinbildenden Schulen in Betracht:

-   modifizierte Formen der/Verzicht auf Leistungsbeurteilung;

-   zeitlich begrenzte Akzeptanz von Passivität im Unterricht (Einräumung von Rückzugsmöglichkeiten);

-   verstärkte Individualisierung des Unterrichts; d. h. zeitlich begrenzte Angebote einer Teilnahme an vom Schüler/von der Schülerin gewünschten Unterricht (Fächerwahl, Lehrerwahl), auch in Abweichung von der Stundentafel;

      Zu diesen Möglichkeiten:

      Diese Maßnahmen bedingen eine Abweichung von bestehenden Vorgaben für den Regelunterricht. Sie müssen daher sehr sorgfältig erwogen werden (im Zweifelsfall unter Einbindung des Schulpsychologischen Dienstes), dürfen nur streng auf den Einzelfall begrenzt bleiben, sollten anderen Schülern und Schülerinnen vermittelbar sein, sollten die Außenseiterrolle des Schülers/der Schülerin weder subjektiv noch objektiv fördern und sollten nach Möglichkeit auch noch gewährleisten, daß letztlich der Erwerb von berechtigenden Abschlüssen nicht verschlossen ist.

-   Umsetzung in einen anderen Klassenverband/in einen anderen Kurs;

-   Schulwechsel

     Die pädagogischen Maßnahmen in den beruflichen Schulen werden sich von Bildungsgang zu Bildungsgang differenzierter darstellen müssen, weil Klassenverbandswechsel und Schulwechsel regelmäßig mit anderen Folgen verbunden sind als im allgemeinbildenden Bereich und individualisierter Unterricht wegen der Kürze der Bildungsgänge (ohne gleichzeitigen Verlust von Berechtigungen) in der Regel nicht möglich ist. Besondere pädagogische Maßnahmen in der Berufsschule sind nur in enger Abstimmung mit den Ausbildungsbetrieben durchzuführen. In den beruflichen Vollzeitschulen sind die für den allgemeinbildenden Bereich aufgeführten pädagogischen Maßnahmen auf entsprechende Umsetzungsmöglichkeiten zu überprüfen.

      Weiterhin kommen in Betracht:

-    Berufsfeldwechsel und damit Wechsel der Schule

-   Berufswechsel und damit Wechsel der Klasse

-   Hinwirken auf den Wechsel der betrieblichen Ausbildungsstätte

-   Einbeziehen der Allgemeinen Berufsschule (ABS).

b   Die Einbindung außerschulischer Institutionen erfolgt, wenn sich abzeichnet, daß die Schule mit ihren Maßnahmen keinen befriedigenden Erfolg erreichen wird. Eine zu späte Einbeziehung ist zu vermeiden.

      Als außerschulische Institution stehen zur Unterstützung bereit:

      aus dem Bereich des Senators für Bildung, Wissenschaft, Kunst und Sport

-   Schulpsychologischer Dienst

-   Ausländerreferat (30-3)

-   Schulermittlungsdienst

     aus dem Bereich des Senators für Frauen, Gesundheit, Jugend, Soziales und Umweltschutz

-   Schulärztlicher Dienst

-   Kinder- und jugendpsychiatrische Beratungsstelle beim Hauptgesundheitsamt

-   Amt für Soziale Dienste Bremen:

-   Sozialdienst Kinder und deren Familien

-   Sozialdienst Jugendliche und deren Familien

-   Sozialdienst Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und deren Familien (Erziehungsberatungsstelle)

-   Ausbildungsbetrieb

-   zuständige Stelle

-   Arbeitsamt/Berufsberatung sowie die sozialpädagogische Begleitung im Rahmen der ausbildungsbegleitenden Hilfen.

     Die beratende Unterstützung des Schulpsychologischen Dienstes, des Schulärztlichen Dienstes und der Kinder- und jugendpsychiatrischen Beratungsstelle beim Hauptgesundheitsamt sollte sehr früh in Anspruch genommen werden. Vielfach wird nur mit ihrer Hilfe die jeweilige Ursache des Schulvermeidungsverhaltens ermittelbar und damit erst der Weg für erfolgversprechendes Handeln eröffnet. Ähnliches gilt bei Berufsschulen für den Ausbildungsbetrieb. Das Ausländerreferat wird bei Schulvermeidungsverhalten von Ausländern und Aussiedlern insbesondere dann, wenn hierfür ethnisch-kulturelle Gründe vermutet werden, zusammen mit der Schulaufsicht nach speziellen Lösungsmöglichkeiten suchen.

      Der Schulermittlungsdienst und die Sozialdienste, aber auch (in Berufsschulen) die zuständige Stelle und das Arbeitsamt/die Berufsberatung sollten einbezogen werden, wenn abzusehen ist, daß die Schule mit ihren pädagogischen Maßnahmen keinen befriedigenden Erfolg verzeichnen konnte. Eine zu späte Einbeziehung dieser Institutionen ist zu vermeiden.

      Ansprechpartner bei den Sozialdiensten sind die nach Stadtbezirken organisierten Zielgruppendienste des Amtes für Soziale Dienste. Die Schulen erhalten die Telefonnummern der für sie in ihrem Bezirk zuständigen Sozialdienste für Kinder und Jugendliche.

cc)   Information der Schulleitung bzw. Empfehlungen an die Schulleitung

      Soweit die Klassenkonferenz Maßnahmen für richtig hält, die sich, ohne den Schüler oder die Schülerin vom Regelunterricht der Klasse auszunehmen, realisieren lassen, kann sie sie auch beschließen. Der Schulleiter/die Schulleiterin oder der Abteilungsleiter/die Abteilungsleiterin sind jedoch in jedem Fall zu informieren.

      Maßnahmen in Abweichung von der Stundentafel können jedoch nur vom zuständigen Abteilungsleiter oder vom Schulleiter bzw. von der zuständigen Abteilungsleiterin oder von der Schulleiterin entschieden werden. Die Klassenkonferenz macht entsprechende Vorschläge.

2. Akute Intervention

Bringen die schulischen Maßnahmen nicht den erhofften Erfolg oder treten aus anderen Gründen Schulversäumnisse massiv auf, ist nach Kontaktaufnahme mit den Eltern und Beratung in der Klassenkonferenz

a)   der Schulermittlungsdienst zu informieren.

      Diese in jedem Fall mit einem Formblatt vorzunehmende Information sollte bereits eine Darstellung des bisherigen Sachverhalts und des Problems umfassen. Selbstverständlich ist es parallel hierzu möglich und auch sinnvoll, telefonisch mit dem zuständigen Schulermittlungsbeamten oder der zuständigen Schulermittlungsbeamtin Kontakt aufzunehmen.

      Es müssen auch hier verbindliche Verfahrensabsprachen getroffen werden. Als Orientierung kann dienen:

      Der Schulermittlungsdienst ist spätestens zu informieren

-   nach 14tägigem ununterbrochenen, unentschuldigten Fehlen;

-   nach 7 Tagen unentschuldigtem Fehlen während eines Monats;

-   beim Überziehen der Ferien ohne Genehmigung;

-   (neben anderen Institutionen s.u.c.) wenn beharrlich unglaubwürdige Entschuldigungen oder private Atteste vorgelegt werden.

b)   der zuständige Sozialarbeiter, die zuständige Sozialarbeiterin um Unterstützung zu bitten. Um die Unterstützung möglichst effektiv zu gestalten, ist darauf zu achten, daß die Sozialdienste nicht zu spät informiert werden, wobei im Grenzbereich zwischen schulischem Bemühen und Tätig-Werden von Sozialdiensten auch entsprechend abgesprochene Überschneidungen sinnvoll sind.

c)   der Schulpsychologische Dienst, der Schulärztliche Dienst und/oder die Kinder- und jugendpsychiatrische Beratungsstelle beim Hauptgesundheitsamt um Unterstützung und Beratung zu bitten.

      Der Schulärztliche Dienst ist insbesondere um Stellungnahme zu ersuchen, wenn psychosomatische Beschwerden vermutet werden, die zum Schulversäumnis führen, oder unglaubwürdige Atteste beigebracht werden. Gegebenenfalls zieht er auch die Kinder- und jugendpsychiatrische Beratungsstelle hinzu.

      Bei beruflichen Schulen ist die Einbindung von Sozialarbeitern, Schulpsychologen und Schularzt sicher nicht in jedem Fall geboten. Es sind jedoch stets

d)   der Ausbildungsbetrieb zu informieren und gemeinsam das weitere Vorgehen zu beraten (Berufsschulen).

      sowie gegebenenfalls

e)   die Allgemeine Berufsschule (ABS) um Unterstützung zu bitten (alle beruflichen Schulen).

      In der ABS existiert ein Ausschuß zur Beratung grundsätzlicher Vorgehensweisen bei Schulvermeidungsverhalten im beruflichen Bereich. In diesem Ausschuß sind alle zu beteiligenden Stellen (Amt für Soziale Dienste, Arbeitsamt, Schulermittlungsdienst, Schulpsychologischer Dienst einschl. Drogenberatung, Schullaufbahnberatung) vertreten. Durch ein weiteres Mitglied wird der Kontakt zu außerschulischen Trägern sichergestellt.

      Dieser Ausschuß berät sowohl über konkrete Einzelfälle, die sofort entschieden werden müssen, wie auch über zukünftige Strategien. Er entwickelt Modelle, die auch in anderen beruflichen Schulen umsetzbar sein sollen. Bestehende Modelle im außerschulischen Bereich sollten dabei berücksichtigt werden.

IV. Abschließende Bemerkung

Diese Arbeitshilfen sind nicht von Illusionen geleitet. Selbstverständlich wird es nach wie vor Fälle geben, bei denen alle Beteiligten am Ende vieler und anstrengender Bemühungen die Erfolglosigkeit ihres Tuns zugeben müssen. Es besteht aber die Hoffnung, daß größere Sicherheit im Umgang mit Schulverweigerung - dies schließt die selbstverständliche Inanspruchnahme der entsprechenden außerschulischen Hilfen ein sowie die Möglichkeit, in der Unterrichtsgestaltung flexibel zu reagieren - weniger Schülerinnen und Schüler als bisher die Schule meiden läßt.

Hinweis:

Für die Schulen der Stadtgemeinde Bremerhaven wird auf das Rundschreiben des Magistrats - 40/2 - A48/1992 vom 14. 12. 1992 verwiesen.


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