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Orientierungshilfe für Vorhaben des internationalen Schüleraustausches

Vom 19. März 1996

1. Inhalt

Im Zusammenhang mit dem stärkeren Zusammenwachsen innerhalb der EU haben sich die Inhalte von internationalen Austauschbegegnungen verändert: der touristisch-landeskundliche Aspekt ist zunehmend von Schülerinnen und Schülern gemeinsam zu erarbeitenden Projektvorhaben abgelöst worden. Weil diese Form der Begegnung für das Erreichen interkultureller Zielsetzungen besonders geeignet erscheint, sind auch die begrenzten Zuschüsse auf dieses Kriterium abgestellt worden.

In der Zwischenzeit liegen verschiedene Materialien vor, in denen Erfahrungen mit erfolgreichen Austauschvorhaben beschrieben werden, beziehungsweise in denen u. U. hilfreiche Anregungen/ Informationen zur Durchführung von Austauschbegegnungen enthalten sind; z. B.

1988

Projektorientierter Deutsch-Französischer Schüleraustausch
Carolus-Magnus-Kreis -

1992

Neue Impulse für den interkulturellen Schüleraustausch
Carolus-Magnus-Kreis -

1992

Handreichungen für den interkulturellen Schüleraustausch
Deutsche Unesco Kommission Bonn -

1993

Arbeitshilfe Schulpartnerschaften
Rat der Gemeinden und Regionen Europas -

1993

German-American Partnership Program (GAPP) Handbuch
Pädagogischer Austauschdienst -

1995

Schulpartnerschaften zwischen Ost und West
Pädagogischer Austauschdienst -

Diese Publikationen stehen beim Senator für Bildung und Wissenschaft zur Einsicht zur Verfügung.

Es sind natürlich auch andere Formen der Aufnahme und Durchführung internationaler Kontakte zwischen Schülerinnen und Schülern denkbar. Diese müssen jedoch von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern selbst finanziert werden.

2. Zuschüsse

Nach den Möglichkeiten der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel können für Austauschvorhaben Zuschüsse in Form von Pauschalsummen gewährt werden, bei denen auch die Entfernung des Ziellandes Berücksichtigung findet.

Für Austauschvorhaben, die Zuschüsse aus anderen als bremischen Haushaltsmitteln erhalten, gibt es keine bremischen Zuschüsse. Dies gilt zur Zeit für Städtepartnerschaften, Deutsch-Französisches Jugendwerk und GAPP-Vorhaben.

3. Versicherung

Für die deutschen Schülerinnen und Schüler besteht während des Austausches Versicherungsschutz durch die gesetzliche Schülerunfallversicherung, wenn der Austausch als Schulveranstaltung eine geschlossene Klasse bzw. Schülergruppe erfasst.

Für Begleitpersonen, die nicht Bedienstete des Schulträgers sind (z. B. Erziehungsberechtigte), besteht Versicherungsschutz durch die gesetzliche Unfallversicherung, wenn die Begleitpersonen von der Schule namentlich für diese Tätigkeit bestellt worden sind.

Ausländische Schülergruppen sind während ihres Gegenbesuches krankenversichert, wenn ein Sozialversicherungsabkommen mit dem Heimatland besteht; unfallversichert nur, wenn im Heimatland eine diesbezüglich gültige Versicherung abgeschlossen wurde.


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